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And so it begins...

Hier ist er also, mein erster Blog. Und... mein erster Eintrag auch noch grad'. Grund zum Feiern!

*wirft Konfetti*

 

Ich versuche, die Abstaende zwischen den Eintraegen kurz zu halten, aber wie's halt so geht...

 

Jetzt bin ich schon 6 Tage hier. Heimweh ist noch unter Kontrolle *schnief* dank Alex und seinen haerzigen Kindern Brandon (6) und Emily (4). Die beiden sind zwar anstrengend, zahlen einem aber jede Minute Aufmerksamkeit mit aufrichtiger Liebe zurueck. Haette nicht gedacht, dass ich einmal so gut mit Kindern auskommen wuerde. Muss ich wohl, wenn ich Lehrer werden will :p

 

Liebe Gruesse, und fuehlt euch alle im Geiste umarmt:

 

Papi, Mami, Mike, Manuela, Mischa, Fabian, Marc, Rosi, Kusi, Nonna, Susanne (Gilgen und uesi liebi Ex-Nachbarin), Fam. Hess und aui angere, woni vergaesse ha!

1 Kommentar 24.9.08 21:54, kommentieren



Bei der Arbeit

Alex hat mich gestern und heute zu seinem Arbeitsplatz ca. 30 Minuten von Zuhause mitgenommen. Er arbeitet als Grafikdesigner in einem kleinen Betrieb, wo er kürzlich befördert wurde. Er hat relativ viel Freiheit, um während der Arbeit auch online zu sein. Nicht schlecht!

 

Das R&R Studio

 http://www.randrstudio.co.uk/index_files/page0001.htm

liegt im Industriedistrikt von Hull (was ist an Hull nicht industriell...). Mittagessen holen wir uns an einer Imbissbude für Fabrikarbeiter. Irgendwie charmant, wenn man nicht zu genau auf Lebensmittelhygiene achtet ^^

 

Den ganzen Tag über laufen ziemlich laute Posterdrucker in Hintergrund (einer kostet 20.000 £. Es gibt nicht zu viel zu tun, also sind Alex und ich meistens am gamen oder internetsurfen. Ob der Boss kommt, sieht man zum Glück schon von weitem durch ein grosses Fenster :p

 

Das war's für heute! Am Wochenende fahren Alex und ich Richtung Cambridge und machen die Stadt unsicher, bevor ich bei der Lehrering am Sonntag einziehe.

 

Bis bald!

4 Kommentare 25.9.08 14:20, kommentieren

Cambridge rockt

Alex und ich haben ein fantastisches Wochenende in einem B&B ganz nah am Stadtzentrum verbracht. Cambridge ist wunderschoen, so viel gruener und sauberer als Hull.

 Der Fluss Cam schlaengelt sich in mehreren geteilten Armen durch die Stadt. Zum "Punting", will heissen, Bootfahren, sind wir nicht gekommen. War einfach zu teuer!

 

Wir haben uns so ziemlich die Fuesse wundgelatscht. Mit dem Auto fahren kam nicht in Frage, also sind wir die Altstadt etwa dreimal abgelaufen. Es gibt erstaunlich viele Fahrraeder. Man sollte meinen, das sei eine gute Alternative zum Auto... trotzdem... es hat gefaerlich viel Verkehr.

 

Mir gefaellt's hier jedenfalls. Ein guter Start in mein Leben in Cambs

 Leider werde ich nicht allzu regelmaessigen Internetanschluss haben. Meine Gastgeber, die Davisons, haben ein Linux System. Ausserdem ist mein Zimmer im 3. Stock, was die Installation eines Wireless Netzwerks erschweren duerfte...

 

Bis bald!

3 Kommentare 28.9.08 17:44, kommentieren

Kopfweh...

Heute war ich zum ersten Mal mit Julia an der Schule. Die Kinder sind zwischen 11 und 16 Jahren alt und es gibt offensichtlich massive Unterschiede nicht nur in Sachen Deutschkenntnissen. Ein groesserer Prozentsatz als erwartet scheint die eine oder andere Lern-/Disziplinschwaeche zu haben, was eine Unterrichtsstunde enorm anstrengend macht.

 

Ich wollte eigentlich nur hineinsitzen aber Julia hat mich gleich mit in den Unterricht einbezogen. So stand ich also vorne an der Tafel und liess mich von den Schuelern in... holprigem Deutsch... ausfragen

War eigentlich ganz lustig ^^

Die administrativen Dinge hingegen bereiten mir groessere Kopfschmerzen... heute habe ich es bloss einmal geschafft, einen Introduction letter von der Sekretaerin zu bekommen und meinen Fingerabdruck (!) fuer die Kantine registrieren zu lassen...

 Bleiben ja nur noch Police Clearance, Einkommenssteuerformulare, Bankkonto, National Insurance Number, Registrierung bei einem lokalen Hausarzt und ein Formular, das Julia schon lange haette ausfuellen sollen, damit ich mein Registration Certificate Mitte Oktober bekomme...

 *stoehn*

Hoffentlich kommt bald mein restliches Gepaeck an, damit ich mein Glueck mit dem WiFi Netz probieren kann.

Ich denke oft an euch alle. Ihr fehlt mir. Meine Gastgeber sind nett, doch trotzdem kommt man sich wie ein Alien vor...

 Toodeloo und cheerio!

3 Kommentare 29.9.08 20:25, kommentieren

Der Zyniker in mir

Es fiel mir heute recht schwer, meine Geduld zu bewahren.

 Am Morgen bin ich so um 8.30 ins Stadtzentrum gelaufen, um die HSBC Bankfiliale zu finden. Bewaffnet mit meiner ID und dem Introduction Letter von der Schulsekretaerin glaubte ich, dass nichts mehr schief gehen koennte.

 Der freundliche, Junge Angestellte mit deutsch-marokkanischen Wurzeln teilte mir aber mit, dass auf dem Brief meine schweizer Adresse fehlt... also ging ich zur Bushaltestelle.

Schlau wie ich bin, habe ich die Linie Nummer 15 nach Swavesey vorher im Internet herausgesucht. Leider faert dieser Bus aber nur stuendlich. Prompt habe ich ihn verpasst und stand mir ein Loch in den Bauch...

 ... sollte auch nicht das letzte Mal sein.

Die Sekretaerin schrieb den Brief in ein paar Minuten noch neu, dann aber kam die Cafeteria-Schlange, nutzlose Gespraeche mit den Finanzmenschen ("Eh? Haben wir nicht hier." "Oh, da bin ich nicht zustaendig. Die, die das normalerweise macht ist aber leider nicht da heute.", und das erneute Warten fuer den Bus zurueck nach Cambs.

So um 4 war ich wieder bei der Bank. Said (der nette Deutschsprachige) war zwar nicht mehr da, seine Stellvertreterin aber nahm meine Formulare entgegen und versicherte mir, dass sie das Konto binnen 48 Stunden aktivieren.

Juchhu fuer Effizienz...

Ich bin vielleicht etwas sensibel gewesen heute... trotzdem. Mir ist aufgefallen, wie viel Feindseligkeit, Aggression und ueberschuessige Energie die Kinder auf dem Korridor aussgestrahlt hatten.

Hat mich ein wenig an etwas erinnert, das Stephen King mal im Vorwort zu "Es" geschrieben hat, dass Kinder verrueckt sind und verrueckt sein muessen, um in einer derart verwirrenden Welt ueberleben zu koennen.

And these kids seemed barking mad at times!

Ich gewoehne mir am besten entweder meine Hypersensibilitaet oder meinen Zynismus ab... sonst wird das nichts mit gutem Unterricht

 

30.9.08 20:59, kommentieren

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